Sind OnlyFans-Agenturen legal? Ja. Management und Marketing für einen Creator-Account sind ganz gewöhnliche Dienstleistungen, in den USA, in Großbritannien und in der EU, und die Nutzungsbedingungen von OnlyFans gehen davon aus, dass sich eine Creator beim Account helfen lässt. Schiefgehen kann trotzdem einiges, nur liegt das fast nie am Geschäftsmodell, sondern am einzelnen Vertrag: wer den Login hat, was drinsteht und wer am Ende geradesteht.
Dieser Artikel ist allgemeine Information für Creator. Grundlage sind die Regeln der Plattform und öffentlich zugängliche Quellen, die jeder nachlesen kann. Er ersetzt keine Rechts- oder Steuerberatung, und über deinen Vertrag entscheidet eine Anwältin in deinem Land. Wenn du noch klären willst, was diese Unternehmen für ihren Anteil überhaupt tun, fang mit unserem Ratgeber zu OnlyFans-Agenturen an.
Sind OnlyFans-Agenturen legal? Ja, als Geschäftsmodell
In den Ländern, um die es hier geht, ist das Modell erlaubt, weil die Leistung selbst eine ganz gewöhnliche ist. Marketing, Terminplanung, Kundenkommunikation und Auswertung gibt es in jedem anderen Bereich der Unterhaltungsbranche, und Erotikinhalte ändern an der rechtlichen Einordnung dieser Arbeit nichts. Agenturen in dieser Branche sind als Unternehmen eingetragen, schreiben ihren Kundinnen Rechnungen, beschäftigen oder beauftragen ihre Leute und melden ihre eigenen Umsätze beim Finanzamt wie jedes andere Dienstleistungsunternehmen.
Die ehrliche Antwort fällt damit enger aus, als die Frage vermuten lässt. Erlaubt ist, dass eine Creator Leistungen einkauft und dafür bezahlt. Riskant wird es, wenn eine Vereinbarung nebenbei noch etwas anderes mitnimmt: den Account selbst, die Auszahlung, die Rechte an deinem Content oder deine rechtliche Verantwortung.
Die Regeln der Plattform zeigen in dieselbe Richtung. Die OnlyFans-Nutzungsbedingungen beschreiben den Fall, dass sich eine Creator beim Betrieb ihres Accounts von jemandem unterstützen lässt, und verbieten ihn nicht. Dieselbe Klausel hält aber fest, dass sich an der eigenen Verantwortung der Creator dadurch nichts ändert. OnlyFans stellt klar, dass die Beziehung zur Inhaberin des Accounts besteht und nicht zu Dritten.
Woran du eine seriöse Agentur von einer riskanten unterscheidest
Eine Zusammenarbeit hält, wenn du die Kontrolle über das behältst, was dir gehört: den Account, das Geld, den Content und den Weg wieder hinaus. Dazu kommt, dass du weißt, welches Unternehmen dir gegenübersitzt. Zwei Agenturen können denselben Prozentsatz verlangen und sich trotzdem grundlegend unterscheiden. Ob eine OnlyFans-Agentur legal und sauber arbeitet, steht im Vertrag, und zwar lange bevor du irgendetwas unterschreibst.
| Worum es geht | Das spricht für eine Agentur | Das solltest du hinterfragen |
|---|---|---|
| Der Account | Läuft auf dich, mit deiner E-Mail-Adresse und deinem Passwort; Zugänge vergibst du selbst und kannst sie wieder entziehen | Zugangsdaten sind herausgegeben, oder deine hinterlegte E-Mail-Adresse ist durch eine der Agentur ersetzt |
| Das Geld | Auszahlungen gehen auf dein eigenes Konto, die Agentur stellt ihren Anteil in Rechnung | Auszahlungen laufen über das Konto der Agentur und kommen von dort an dich |
| Der Content | Die Rechte bleiben bei dir, während des Vertrags und danach | Eine Lizenz, die das Vertragsende überdauert oder unwiderruflich und zeitlich unbegrenzt formuliert ist |
| Der Ausstieg | Eine Kündigungsfrist, die du einhalten kannst, und keine Verlängerung, die du nicht stoppen kannst | Automatische Verlängerung, oder eine Laufzeit, von der du erst erfährst, wenn du gehen willst |
| Die Gegenseite | Ein Unternehmen mit Namen und einer Adresse, an die du einen Brief schicken kannst | Ein Markenname und ein Chat-Profil, ohne Firma, die Rechnungen stellt |
Nichts in der rechten Spalte ist automatisch illegal. Sind OnlyFans-Agenturen legal, wenn sie so arbeiten? Meistens ja, und trotzdem ist das ein schlechtes Angebot: Jeder dieser Punkte schiebt Kontrolle, Geld oder Haftung von dir weg zu einer Partei, die die Plattform gar nicht kennt. Genau diese Punkte legst du einer Anwältin vor. Die OnlyFans-Agentur-Checkliste macht daraus Fragen, die du einer Agentur direkt stellen kannst.
Was die OnlyFans-Nutzungsbedingungen zum Account-Zugang sagen
An dieser Stelle sagen die Bedingungen zwei Dinge, und beide nehmen die Creator in die Pflicht. Erstens braucht ein Creator-Account einen gültigen Ausweis und zwei Fotos, und die Plattform darf jederzeit weitere Alters- oder Identitätsnachweise verlangen. Zweitens verpflichtet sich die Creator, die Nachweise zum hochgeladenen Content aufzubewahren.
Daraus folgt etwas sehr Praktisches. Jede Nachricht aus deinem Postfach gilt als Nutzung deines Accounts, egal an welcher Tastatur sie entstanden ist, und jeder Beitrag gilt als Content, den du hochgeladen hast. Für verlorene oder kompromittierte Accounts und Passwörter steht die Plattform nach ihren eigenen Bedingungen außerdem nicht ein. Die Kosten eines geteilten Passworts trägst also du.
Das ist das praktische Argument dafür, deine Zugangsdaten zu behalten. Ein Zugang, den du am selben Tag wieder entziehen kannst, lässt Verantwortung und Kontrolle in denselben Händen. Ein herausgegebenes Passwort trennt beides, und die Bedingungen lassen keinen Zweifel daran, welche Hälfte bei dir bleibt.
Ist OnlyFans-Management legal für Chatter und Account-Manager?
Sind OnlyFans-Agenturen legal als Arbeitgeber? Für die Leute, die die Arbeit machen, ist das eine eigene Frage. Darüber entscheidet das Arbeitsrecht vor Ort und nicht die Bezeichnung, die eine Agentur ihren Mitarbeitenden gibt. Chatter und Account-Manager sind Arbeitskräfte. Eine Agentur, die nicht sagen kann, ob sie diese Leute anstellt oder beauftragt, hat sich die Frage meistens nie gestellt.
Zwei Dinge gehören ins erste Gespräch. Alle, die an einem Account im Erwachsenenbereich arbeiten, müssen volljährig sein, und das zu prüfen und zu dokumentieren ist Aufgabe der Agentur. Und eine Agentur sollte das Unternehmen benennen können, das diese Leute anstellt oder beauftragt, denn mit dieser Firma hättest du es zu tun, wenn einmal etwas schiefgeht.
Was du im OnlyFans-Agenturvertrag prüfst, bevor du unterschreibst
Vier Klauseln tragen den größten Teil des rechtlichen Risikos, und sie zu lesen dauert zwanzig Minuten. Erstens der Anteil und die Grundlage, auf die er gerechnet wird. Zweitens die Lizenz an deinem Content, samt dem, was nach dem Vertragsende von ihr übrig bleibt. Drittens die Laufzeit, dazu die Kündigungsfrist und jede automatische Verlängerung. Und viertens die Beschreibung des Zugangs: Was darf die Agentur damit tun, und wie holst du ihn dir zurück?
Was dir in diesen vier Punkten ungewöhnlich vorkommt, gehört vor die Unterschrift zu einer Anwältin und nicht danach. Der Rest der Prüfung, samt der Frage, wie du die Antworten selbst nachprüfst, steht in der oben verlinkten Checkliste. Die Klausel zum Anteil beurteilst du leichter, wenn du weißt, was eine OnlyFans-Agentur kostet und auf welcher Grundlage sie abrechnet.
USA, Großbritannien, EU: Gilt überall dieselbe Antwort?
Wer „Sind OnlyFans-Agenturen legal?“ in drei Ländern fragt, bekommt dreimal dieselbe Antwort und dreimal anderen Papierkram. Erlaubt ist die Leistung in allen dreien. Unterschiedlich ist, wie du angemeldet bist, auf welchem Weg deine Einnahmen gemeldet werden und welche Behörde die Zahlen am Ende sieht.
| Wo du lebst | Wem die Einnahmen gehören | Was du selbst nachlesen kannst |
|---|---|---|
| USA | Dir, als selbstständige Person oder über ein Unternehmen, das dir gehört | Die IRS-Seiten für Selbstständige beschreiben die Jahreserklärung und die vierteljährlichen Vorauszahlungen |
| Großbritannien | Dir, als der auf der Plattform registrierten Verkäuferin | Die Hinweise von HMRC beschreiben, was Plattformen über ihre Verkäufer melden und wann |
| EU-Länder | Dir, nach den Regeln des Landes, in dem du steuerlich ansässig bist | Dieselben Hinweise gehen von gleichwertigen Regeln in anderen Ländern aus; welche für dich gilt, sagt dir deine Steuerberatung |
Die Meldepflicht ist längst keine Theorie mehr. Seit dem 1. Januar 2024 müssen Betreiber digitaler Plattformen in Großbritannien Angaben zu ihren Verkäufern erheben und einmal im Jahr zusammen mit den erzielten Einnahmen an HMRC melden. Die Hinweise von HMRC für Verkäufer auf digitalen Plattformen halten fest, dass diese Angaben an die Steuerbehörde im Wohnsitzland weitergegeben werden, wenn eine Verkäuferin in einem anderen Land mit denselben Regeln lebt, und dass eine Meldung für sich genommen noch nichts darüber sagt, ob Steuern anfallen.
Für die USA erklärt das IRS-Portal für Selbstständige, dass eine selbstständige Person in der Regel einmal im Jahr eine Steuererklärung abgibt und vierteljährlich eine geschätzte Steuer vorauszahlt. Egal wo du lebst, bei den Steuern sind die Plattformbedingungen unmissverständlich. Creator sind für ihre eigenen Steuern selbst verantwortlich, OnlyFans berät dazu nicht und haftet dafür auch nicht. Daran ändert eine Agentur nichts, und wer dir etwas anderes erzählt, verspricht eine Leistung, die er nicht erbringen kann.
Wann sich der Gang zur Anwältin lohnt
Ein Management-Vertrag ist kurz genug, dass eine Anwältin ihn schnell liest, und die Kosten dafür sind klein gegen einen Anteil an deinem Einkommen für das nächste Jahr. Hol dir diesen Termin, wenn der Vertrag über eine Landesgrenze geht, wenn er eine Lizenz an deinem Content erwähnt, wenn Laufzeit oder Verlängerung unklar bleiben, wenn Auszahlungen nicht direkt an dich gehen oder wenn irgendwo etwas auftaucht, das an ein Darlehen oder einen Vorschuss erinnert.
Ob ein Prozentsatz fair ist, kannst du selbst beurteilen, und für eine gegenseitige Vertraulichkeitsvereinbarung in üblicher Form brauchst du auch keine Kanzlei. Für die Geldseite ist die richtige Adresse eine Steuerberatung in deinem eigenen Land, denn die örtlichen Regeln entscheiden, wie du deine Steuererklärung machst und was du absetzen darfst.
So geht MAXMO mit der rechtlichen Seite um
MAXMO Management wurde 2020 in Berlin gegründet und arbeitet mit einem Qualitätsmanagement, das nach ISO 9001:2015 zertifiziert ist. Das heißt vor allem: Unsere Abläufe stehen schriftlich fest und werden geprüft, statt von Fall zu Fall improvisiert. Der Vertrag hat keine Mindestlaufzeit und ist jederzeit kündbar. Die Rechte am Content liegen zu 100 Prozent bei der Creator, während der Zusammenarbeit und danach. Wir selbst halten nur eine Nutzungslizenz für die Dauer der Zusammenarbeit; mit dem Vertrag endet sie. Jeden Monat bekommst du eine Abrechnung mit den Zahlen, aus denen sie sich ergibt.
Deine Logins bleiben deine. Wir arbeiten mit einem Zugang, den du erteilst und jederzeit wieder entziehen kannst, also genau so, wie die Plattformbedingungen es voraussetzen. Die hinterlegte E-Mail-Adresse, die Zwei-Faktor-Authentifizierung und deine Auszahlungsdaten bleiben ausschließlich bei dir. Dasselbe raten wir auch Creator, die sich am Ende für eine andere Agentur entscheiden. Welche fünf Bereiche wir abdecken, steht auf der Leistungsseite, und wie eine Zusammenarbeit über Monate aussieht, zeigen drei Cases aus der Praxis. Ein paar kurze Antworten stehen außerdem in den häufigen Fragen auf unserer Startseite.
Die Frage „Sind OnlyFans-Agenturen legal?“ ist schnell beantwortet. Schwieriger ist die Frage danach, und die lautet: Passt dieser eine Vertrag zu dir? Willst du vor dem Termin bei einer Anwältin eine nüchterne Einschätzung deiner Lage, dann erzähl uns kurz, wo du stehst, und wir sagen dir, was wir zuerst prüfen würden.


